BERGUNGS
KONZEPT

Wie wir Geisternetze bergen — sicher, effizient, dokumentiert. Von der Sichtmeldung bis zur Entsorgung in fünf strukturierten Phasen.

/ Prinzip

Keine Helden.
Nur Protokolle.

Geisternetz-Bergung ist gefährlich. Verheddert sich ein Taucher selbst, wird er Teil des Problems. Deshalb arbeiten wir nach festen Sicherheitsstandards — und brechen einen Einsatz ab, bevor wir ein zweites Mal hinmüssen.

Jeder Schritt ist dokumentiert. Jede Bergung wird ausgewertet. Daraus entstehen kontinuierlich neue Standards für die Community.

/ Ablauf

Fünf Phasen einer Bergung.

01
Sichtmeldung & Verifikation

GPS-Position, Tiefe, Zustand, Beifang. Drohnenflug oder Vortauchung zur Lagebeurteilung.

~24h
02
Genehmigungen & Koordination

Wasserschutzpolizei, Hafenamt, Eigentümer (falls Wrack). Versicherung und Bergerecht klären.

2–14 Tage
03
Einsatzplanung

Team-Zusammenstellung, Material, Wetter-Window, Briefing, Notfall-Plan, Backup-Team an Land.

~7 Tage
04
Bergung

Zerschneiden in Segmenten, Hebesack, Bergung an Bord, Foto-Dokumentation, Beifang-Identifikation.

2–8h
05
Entsorgung & Auswertung

Recycling oder fachgerechte Entsorgung an Land, Datenbank-Update, Auswertung im Forum, Lessons Learned.

~2 Wochen
/ Sicherheit

Nicht-Verhandelbares.

Buddy-System

Niemals allein im Wasser. Zwei Taucher unter, mindestens einer als Surface Support, einer im Boot.

Kommunikation

Funkverbindung zur Einsatzzentrale, Hand-Signale unter Wasser, klare Abbruch-Protokolle.

Abbruchkriterien

Strömung, Sicht, Verhakung, Atemgas, Tiefe — definierte Schwellen, ab denen ohne Diskussion abgebrochen wird.

Konzept lesen.
Mitmachen.

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