Wie wir Geisternetze bergen — sicher, effizient, dokumentiert. Von der Sichtmeldung bis zur Entsorgung in fünf strukturierten Phasen.
Geisternetz-Bergung ist gefährlich. Verheddert sich ein Taucher selbst, wird er Teil des Problems. Deshalb arbeiten wir nach festen Sicherheitsstandards — und brechen einen Einsatz ab, bevor wir ein zweites Mal hinmüssen.
Jeder Schritt ist dokumentiert. Jede Bergung wird ausgewertet. Daraus entstehen kontinuierlich neue Standards für die Community.
GPS-Position, Tiefe, Zustand, Beifang. Drohnenflug oder Vortauchung zur Lagebeurteilung.
Wasserschutzpolizei, Hafenamt, Eigentümer (falls Wrack). Versicherung und Bergerecht klären.
Team-Zusammenstellung, Material, Wetter-Window, Briefing, Notfall-Plan, Backup-Team an Land.
Zerschneiden in Segmenten, Hebesack, Bergung an Bord, Foto-Dokumentation, Beifang-Identifikation.
Recycling oder fachgerechte Entsorgung an Land, Datenbank-Update, Auswertung im Forum, Lessons Learned.
Niemals allein im Wasser. Zwei Taucher unter, mindestens einer als Surface Support, einer im Boot.
Funkverbindung zur Einsatzzentrale, Hand-Signale unter Wasser, klare Abbruch-Protokolle.
Strömung, Sicht, Verhakung, Atemgas, Tiefe — definierte Schwellen, ab denen ohne Diskussion abgebrochen wird.